SV BW Waltershofen

Bildquelle: SV BW Waltershofen

Interview mit Giuseppe Paletta

Anfang der Woche gab der SV BW Waltershofen die Vertragsverlängerung mit Giuseppe Paletta bekannt. Dies unabhängig vom dem derzeit letzten Platz des Aufsteigers zählen andere Werte.
Wir können uns nicht daran erinnern, dass bei den Blau Weißen in den letzten Jahren ein Trainer entlassen wurde.
Nach der Vertragsverlängerung führten wir ein Kurzinterview mit dem derzeitigen Coach Giuseppe Paletta:

„Seppe“ , der SV BW Waltershofen ist in den letzten Jahren zu deiner zweiten Heimat geworden, der Übergang vom Spieler zum Trainer kann man als gelungen bezeichnen?
Nach sechs Jahren in diesem Verein kann man das wohl so sagen: Das fühlt sich für mich definitiv nach Heimat an. Es ist nicht einfach, intern von einer Rolle in eine andere zu wechseln. So etwas gelingt nur, wenn man es schafft, die Mannschaft hinter sich zu haben. Wie das klappen kann, muss man versuchen, durch ganz unterschiedliche Faktoren zu lenken.
Aber die Jungs sind ein riesiger Grund, warum ich mich weiterhin für Waltershofen entschieden habe.

Man kann den Club als große Familie bezeichnen?
Zu 100 % – und dabei geht es nicht nur um die Mannschaft. Das beginnt in der Vorstandschaft und endet bei jedem einzelnen Fan, der uns an jedem Spieltag unterstützt. Letzte Saison sind wir durch die Bezirksliga marschiert und haben eine einmalige Runde gespielt. Da waren Lob und Anerkennung natürlich riesig, von jedem Einzelnen. Aber die Unterstützung und der Zuspruch, den wir in schlechten Zeiten bekommen, sind für mich deutlich mehr wert. Das zeigt am Ende auch, was Waltershofen ist.

Nach dem Landesligaaufstieg zur Winterpause der letzte Platz mit großem Verletzungspech, doch noch stehen 13 Spiele aus! „Die Kirche ist erst aus, wenn die Orgel nicht mehr spielt?“
Wir wollen uns so teuer wie möglich verkaufen. Was am Ende erreicht wird, werden wir sehen. Die vielen Verletzungen waren leider ein großer Faktor in der Hinrunde, und ich hoffe natürlich, dass wir zum Start der Rückrunde wieder breiter aufgestellt sind. Die Landesliga haben wir uns letztes Jahr hart erarbeitet und wollen dieses „Abenteuer“ bis zum letzten Spieltag genießen.

Die Personalie des Trainers für die nächste Saison steht fest, als nächstes geht es daran den Kader zusammenzustellen. Wie weit sind die die Bemühungen?
Ich denke, dass es für jeden Spieler das Wichtigste ist, zu wissen, wer nächstes Jahr Trainer ist, und das haben wir zum Start der Vorbereitung bekanntgeben dürfen. Seitdem laufen nach jeder Einheit interne Gespräche (die alle durchweg positiv waren), um spätestens am Ende der Vorbereitung mit den eigenen Jungs durch zu sein. Erst danach werden wir schauen, auf welcher Position wir eventuell nachjustieren müssen, denn grundsätzlich finde ich es wichtig, jedes Jahr den ein oder anderen neuen Spieler dazuzuholen.

David Stählin neu im Trainerteam, er wird das bisherige Trainerteam Paletta/Sanchez ergänzen?
Richtig, David wird als spielender Co-Trainer in das Trainerteam aufsteigen und uns in verschiedenen Punkten unterstützen. Ich bin der Meinung, dass es auch im Amateurbereich mittlerweile nicht mehr ausreicht, nur das Training vorzubereiten und auf die Basics zu achten, sondern dass deutlich mehr dahintersteckt. Dazu gehören viele Videoanalysen vom eigenen Spiel sowie vom Gegner, einen detaillierten Matchplan zu erarbeiten und zu trainieren, das Scouting neuer Spieler sowie viele Gespräche mit den eigenen Spielern zu führen, in denen es nicht immer ausschließlich um Fußball geht, sondern darum, sie dort abzuholen, wo sie Probleme haben, und ein Umfeld zu schaffen, in dem sie sich wohlfühlen.

Die Vorbereitung nach der Winterpause läuft, kann man mit dem Auftakt zufrieden sein?
Wir sind letzten Samstag in die Vorbereitung gestartet, und die Jungs ziehen wie immer super mit. Es gibt den ein oder anderen Spieler, der bisher krankheitsbedingt fehlt, aber auch diese werden die Möglichkeit bekommen, die verpassten Einheiten nachzuholen.

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