Bildquelle: privat
Wo sind unsere ehemaligen Aktiventrainer aktuell?
Unser Kurzinterview mit Tobi Göbel (Sport und Mathe Lehrer in Freiburg) der zuletzt beim SV RW Glottertal, als Trainer aktiv war.
Hallo Tobias, du bist seit mehreren Monaten als Trainer im Ruhestand, du hast dir sicherlich das eine oder andere Fußballspiel angeschaut?
Hallo Thomas, schön, von dir zu hören! Ja, das könnte man so sagen. Ich bin eigentlich jedes Wochenende auf mindestens einem Fußballplatz. Es gibt auch Wochenenden, an denen ich mehrere Spiele besuche. Das hängt davon ab, was mich interessiert und wo ich ein interessantes Spiel erwarte.
Der Fußball lässt dich sicherlich nicht los, wann dürfen wir mit deiner Rückkehr rechnen?
Anfangs denke ich zwar immer, dass die Pause gut tun dürfte, doch nach sehr kurzer Zeit merke ich, dass es mich einfach nicht loslässt. Ich lese fast jeden Artikel im Regiofußball und bin deutlich lieber auf Sportplätzen in der Regio unterwegs, als im Fernsehen Fußball zu schauen.
Mit knapp drei Jahren habe ich angefangen, Fußball zu spielen, weil mein Vater Trainer war und mein 2,5 Jahre älterer Bruder angefangen hat. Da ich im ersten Jahr der A-Jugend in die Verbandsliga nach Bötzingen gewechselt bin, bin ich jetzt seit 24 Jahren im aktiven Fußball unterwegs. Das kann man nicht einfach so ablegen.
Wann ich wieder einsteige, kann ich nicht sagen. Wenn es sich richtig anfühlt, kann alles sehr schnell gehen. Ich bin bereit.
An Angeboten fehlt es sicherlich nicht?
Das ist spannend. Viele glauben, dass man als Trainer zu Hause sitzt und immer wieder Angebote bekommt. Aber allen Trainern, mit denen ich spreche, geht es ähnlich: Sie bekommen relativ wenige Angebote. Oft werden Trainerstellen mittlerweile aus den eigenen Reihen besetzt. Natürlich bekommt man Angebote. Manchmal zum falschen Zeitpunkt, manchmal passen sie einfach nicht.
Aktuell musste ich leider wegen eines Infekts Gespräche absagen, die dann vermutlich nächste Woche nachgeholt werden. Es bleibt spannend, wie es weitergeht.
Welche Liga kommt für Dich in Betracht?
Das ist eine gute Frage. Da muss ich etwas ausholen.
Durch mein Studium der Sportwissenschaften habe ich mich immer sehr viel mit Sport und Trainingsmethoden unterschiedlicher Sportarten beschäftigt. Meine A-Lizenz habe ich bereits 2014 gemacht, weil ich mich schon immer für Weiterentwicklung und persönliche Optimierung interessiert habe. Ich glaube auch, dass mich die Trainerausbildung zu einem besseren Spieler gemacht hat. Seither nehme ich regelmäßig an Fortbildungen des BDFL teil. Es ist immer wieder spannend zu hören, welche neuen Ansätze es gibt und wie sich der Fußball dadurch weiterentwickelt hat.
Nun aber zurück zur Frage. Grundsätzlich bin ich bereit, in jeder Liga zu trainieren. Entscheidend ist für mich die Perspektive, also die Frage, wo es hingehen soll bzw. was der Verein erreichen möchte. Mir ist bewusst, dass in den unterschiedlichen Ligen andere Rahmenbedingungen herrschen und ich meine Ansprüche an mein Umfeld anpassen muss, um niemanden zu überfordern oder den Spaß am Fußball zu nehmen.
Wichtig ist, dass man eine erfolgshungrige Truppe vor sich hat, die gewillt ist, Neues zu lernen, und dass gegenseitiges Vertrauen aufgebaut wird, sodass man auch dann den richtigen Weg einschlägt, wenn der Erfolg vielleicht mal kurzzeitig ausbleibt.
Wie hältst Du dich in der trainerlosen Zeit fit?
Die Fortbildungen beim BDFL sind schon von mir angesprochen worden. Dort habe ich zuletzt einige interessante Online-Seminare besucht.
Im Sommer konnte ich zudem eine Woche lang das Training der A-Jugend des SC Freiburg begleiten und Julian Wiedensohler und seinem Trainerteam über die Schulter schauen. Das war eine ganz andere Perspektive. Viele träumen dort noch vom Profifußball und arbeiten wirklich akribisch auch an Kleinigkeiten, die im Bundesligabereich den Unterschied ausmachen können.
Sonst spiele ich selbst bei den Alten Herren des SV BW Waltershofen Fußball und gehe immer mal wieder Tennis spielen, um körperlich fit zu bleiben.
Du hast sicherlich die Zeit genutzt, um das eine oder andere Spiel von höherklassigen Vereinen anzuschauen?
Ja, in der aktuellen Saison war ich hauptsächlich auf Sportplätzen von der Landesliga bis zur Oberliga unterwegs. Ich habe mir auch ein Spiel in Bahlingen angeschaut. Ich gehe einfach gerne auf Sportplätze und treffe dort alte Wegbegleiter. Dabei ist es mir egal, ob es sich um Mitspieler, Gegner, Fans, Sponsoren, Verantwortliche oder auch die Presse handelt. Ich freue mich über die Begegnungen. Aber hauptsächlich möchte ich natürlich Fußball sehen. Als Trainer schaut man irgendwie auch ganz anders auf das Spiel, versucht immer die Fehler zu finden und die guten Aktionen zu speichern. Solange mir das noch Spaß macht, werde ich auch immer weiter auf den Sportplätzen der Region unterwegs sein.
Vielen Dank, Thomas, für deine Arbeit und Mühe. Es ist schön, dass es in unserer Region so viele Menschen gibt, denen der Amateursport noch so am Herzen liegt und die dafür sorgen, dass die Artikel von vielen Menschen gelesen werden können.
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