Bildquelle: Fritz Zimmermann – Perfekte Zusammenarbeit: Marius Wernet, Mani Schäfer, Stadionsprecher, Bezirksvorsitzender Arno Heger
Unser Kurzinterview mit Marius Wernet in seiner Doppelfunktion als Spieler und 1. Vorsitzender
Samstag, 17.05.25 15.00 Uhr: SF Elzach-Yach – Türk. SV Singen
Hallo Marius, Premiere bei Südbadens Doppelpass, sind die SF Elzach-Yach dein Heimatverein, wo Du schon bei den Junioren gespielt?
Ich bin tatsächlich „Eicher“, wie man bei uns sagt, und habe bis 2002 beim SV Yach gespielt. Dann kam die Fusion mit dem SC Elzach, der dieses Jahr sein 100-jähriges Bestehen feiert, wo ich bis zur D-Jugend spielte. Nach drei Jahren schnuppern an der Profikarriere beim SC Freiburg, legte ich einen 6-jährigen Zwischenstopp beim FC Denzlingen ein und spielte dort auch zwei Jahre aktiv in der Verbandsliga. Anschließend und abschließend kam ich zurück zum Heimatverein den Sportfreunden Elzach-Yach. Hier spiele ich nun schon wieder seit 10 Jahren, 5 davon in der Verbandsliga.
Drei Spiele vor Saisonende kannst Du sicherlich ein erstes Fazit ziehen?
Ich bin unfassbar stolz ein Teil dieses Teams zu sein. Unser Team kann alles, wenn es wirklich muss, das haben wir in der letzten Saison mit dem Klassenerhalt bewiesen. Ebenso schwierig ist es natürlich mit gesichertem Klassenerhalt die Spannung hochzuhalten, was zu unterschiedlichsten Ergebnissen führte. Von blamabler 0:7 Niederlage gegen des SC Lahr bis zu tollen Siegen und klasse Spielen mit je 3:0 Siegen gegen Rielasingen und Teningen war alles dabei.
Derzeit Platz 8, in der Saison zuvor Platz 11, 42 Punkte, kann man zufrieden sein?
Alles in allem sind wir sehr zufrieden, wie viel wir mit so wenigen (finanziellen) Mittel hier leisten.
Womöglich kommen am morgigen Samstag noch drei Punkte hinzu, der Relegationsanwärter Türk. SV Singen ist in der Werner-Gießler-Arena zu Gast. Wiedergutmachung bei den Fans nach der 1:4 Niederlage im Hinspiel?
Wie vorhin erwähnt ist wirklich alles möglich. Ich denke ich verrate nicht zu viel, wenn ich sage, dass wir tief und diszipliniert stehen werden. Unseren Fans müssen wir zum Glück nie was beweisen, die stehen hinter uns in jeder Situation. Uns selbst jedoch schon, denn unser internes Mannschaftsziel sind die 45 Punkte und wir werden alles dafür geben, diese in einem der letzten drei Spiele zu erreichen.
Marco Dufner, euer Ex-Coach, welcher mit dem FC Denzlingen vor dem Oberligaaufstieg steht, würde sich über Schützenhilfe freuen?
Wie schnell es manchmal gehen kann, hat das Spitzenspiel am letzten Wochenende gezeigt. Theoretisch braucht Marco aber unsere Unterstützung nicht, sein Team hat noch alles in der eigenen Hand. Auch wenn wir ein gutes Spiel machen bin ich mir sicher, dass Marco den Wiederaufstieg mit seinem Team packt.
Vor Saisonbeginn wurde der Klassenerhalt als Ziel gesetzt, Kevin Maier und sein Trainerteam haben ganze Arbeit geleistet?
In Elzach gilt schon immer, alles auf vielen Schultern zu verteilen. Wir sind weit weg von professionellen Bedingungen und dennoch greifen die Zahnrädchen oft perfekt ineinander. Das Trainerteam um Kevin, Flo und Michi leisten einen tollen Job, aber auch nur, weil wiederum unsere sportliche Leitung mit seinem Team das selbige tut. Es ist alles ein sehr familiäres Umfeld, sowohl auf als auch neben dem Platz, auch zwischen allen Jugend- und aktiven Mannschaften.
Dein Team ist seit 2020 in der Verbandsliga und wird nach dem derzeitigen Stand der einzige Verbandsligist „hinter dem Tunnel“ bleiben?
Dass wir kaum mehr als drei bis vier Ab- und Zugänge pro Saison haben, davon auch aus der Jugend und aus bzw. zu den Nachbarvereinen, also mit vielen eigenen Spielern, zeichnet uns seit Jahren aus. Das hält den Kern der Mannschaft zusammen, es muss also nichts großartig neu erfunden werden und wir können dadurch die Qualität des Teams langfristig hochhalten. Das ist auch keine kurzfristige Strategie, sondern seit Jahren in Elzach so gelebt. Noch drei Spielzeiten in Verbands- und Landesliga, dann spielt Elzach seit 50 Jahren ununterbrochen überbezirklich.
Wie oben angeführt, hast Du derzeit eine Doppelfunktion als Spieler und 1. Vorsitzender, seit wann?
Als ich wieder zurück nach Elzach wechselte, wirkte ich auch in der Vorstandschaft mit. Erst verantwortete ich den Bereich Veranstaltungen und vor vier Jahren übernahm ich das Amt des 1. Vorsitzendenden von meinem Cousin Christoph, der mittlerweile in Österreich, Saalbach Hinterglemm, mit Ski- und Mountainbike-Guiding seine Erfüllung gefunden hat. Auch mein Papa war bereits Vorstand im Verein, mein Onkel hegt den immer hervorragend liegenden Rasenplatz und hält die gesamte Anlage in Schuss. Da bin ich quasi reingewachsen.
Doch nun zum nächsten Thema, dem Bezirkspokalfinale. Aus Anlass des 100-jährigen Jubiläums des Vereins wurde man vom Bezirksfußballausschuss mit der Austragung der Bezirkspokalspiele am 29. Mai 2025 bedacht. Sicherlich eine schöne Sache?
Der SC Elzach, einer unserer Stammvereine, hat mit der Fusion in 2002 den Spielbetrieb abgegeben. Seither kümmert er sich um die Bewirtung des Clubheims und weiteren Veranstaltungen. Mit einem vier-köpfigen Vorstandsteam und nach wie vor knapp 50 Mitgliedern leistet er hervorragende Arbeit in unserem Gesamtverein und das wollen wir in diesem Jahr gebührend feiern und würdigen. Wirklich genial, dass wir diese Veranstaltung in diesem besonderen Jahr austragen dürfen.
Natürlich wird der 1. Vorsitzende bei den Vorbereitungen dieses Events besonders gefordert sein?
Da ich mich mehrere Jahre um den Bereich Veranstaltungen im Verein gekümmert habe und ich auch beruflich im Projektmanagement tätig bin, erfüllt mich die Planung dieses Events voll und ganz. Ohne die Unterstützung der gesamten Vorstandschaft, besonders dem Veranstaltungsteam, wäre das jedoch nicht möglich, mein Dank gilt da maßgeblich meinem Team.
Die Vorbereitung sind zusammen mit dem Bezirksfußballausschuss im Gange, vor einigen Tagen fand eine Besprechung mit den Teams statt. Diese Veranstaltung wird von den Fußballanhängern im Elztal sicherlich angenommen?
Die Vorbereitungen sind weitestgehend koordiniert, der Vorverkauf der Tickets ist in vollem Gange und die Nachfrage nach einem spektakulären Fußballevent in Elzach ist groß. Wir sind vorbereitet und freuen uns über zahlreiche Besucher.
Das Gelände rund um die „Werner-Gießler-Arena“ ist für ein solches Großevent prädestiniert, ist schon absehbar, wie viele Helfer im Einsatz sein werden?
Ja, 100 Helfer fordert dieses Event für einen reibungslosen Ablauf. Die Hälfte davon wird in je zwei Schichten mit dem Verkauf von Stadion-Köstlichkeiten keine Wünsche offenlassen und die andere Hälfte wird auf ausgewiesenen Parkplätzen, dem Eingang und auch im Stadion für die Sicherheit unserer Gäste sorgen, sowie das Rahmenprogramm entlang der beiden Finalspiele ermöglichen.
Als ehemaliger Spieler des SC Freiburg bist du ein Fan geblieben, dein Fazit über die bisherige Leistung des Teams von Julian Schuster?
Ganz ehrlich, ein richtiger Fan hat sich in mir tatsächlich nie entwickelt. Vielleicht weil ich schon immer einen wertvollen Beitrag leisten wollte. Mir ging es immer darum, meine Zeit sinnvoll einzusetzen und einen echten Mehrwert für viele zu schaffen. Als klar war, dass das nichts wird mit dem Fußballprofi und mein fußballerisches Können keine Stadien füllen wird, habe ich mich für die Vereinsarbeit entschieden. Damit ermögliche ich, dass all unsere Spieler, Trainer und auch Fans in unserem Heimatverein Spaß an ihrem Hobby haben können. Das haben der Profi und das Ehrenamt gemeinsam, ein paar wenige können so vielen eine Freude bereiten.
Ich bin jedoch durch die lokale Nähe, weil ich mittlerweile auch in Freiburg wohne und durch meine Zeit in der SC Freiburg Jugend, definitiv SC Freiburg Sympathisant. Ich würde mich sehr freuen, wenn sie den Sprung in die Champions-League schaffen. Die erfolgreiche und zugleich bodenständige Art des SC Freiburgs ist mir ein Vorbild für unseren Heimatverein.
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