Jan Lindemann

Bildquelle: FC Teningen – Jan Lindemann 

Wo sind unsere ehemaligen Aktiventrainer aktuell?

Wir blicken auf unsere ehemaligen Aktiven Trainer. Was macht Jan Lindemann, welcher zuletzt bis zum April 2025 beim VfR Hausen unter Vertrag stand.

Hallo Jan, zuletzt warst Du beim VfR Hausen tätig, seit der Entlassung wurde es etwas ruhiger um dich. Angebote sind doch sicherlich in der Zwischenzeit nicht ausgeblieben?
Hallo Thomas, danke für deine Anfrage, die mir die Möglichkeit gibt Einblicke in den Traineralltag zu geben. Ganz bewusst habe ich mich entschieden, bisher keines der Angebote anzunehmen, sondern plane erst zum Sommer 2026 wieder ins Trainergeschäft einzusteigen. Aktuell zeigen Vereine ab der Landesliga aufwärts Interesse an einer Zusammenarbeit mit mir.

Welche Ligen in der Region stehen für Dich im Vordergrund? Hast Du in der Vorrunde ab und an ein Spiel besucht?
Wie bereits erwähnt, richtet sich der Blick primär zu Vereinen ab der Landesliga. Um über den Ligenalltag weiterhin ausreichend informiert zu bleiben, habe ich mir zu Beginn vor allem Spiele in der näheren örtlichen Umgebung angeschaut, welche ich mir eher spontan aussuchte. Jedoch bin ich Familienvater und genieße dabei auch die ein oder andere freie Minute mit der Familie, trainiere dabei unter anderem meinen Sohn in der F-Jugend.

Derzeit planen viele Vereine bereits im Hinblick auf die kommende Saison 2026/27. Wie sehen Deine persönlichen Planungen aus?
Aktuell laufen verschiedene Gespräche. Ich kann es mir persönlich gut vorstellen, wieder ins Trainergeschäft einzusteigen, sofern die entsprechenden Rahmenbedingungen für beide Seiten passen. Ich bin sehr motiviert, meine Erfahrung bei einem Verein einzubringen.

Du hast gesagt, dass Du die trainerlose Zeit ausführlich nutzen konntest?
Auf jeden Fall! Beruflich habe ich in der vergangenen Saison eine Weiterbildung in Form eines zeitlich begrenzten Informatikstudiums begonnen, welches mich ausfüllt(e). Fußballerisch habe ich die Zeit genutzt, um beim Bund Deutscher Fußballlehrer (BDFL) diverse Fort- und Weiterbildungen in den Bereichen Taktik, Technik, Kondition und Mentalität wahrzunehmen. Dies ist stets eine sehr interessante Angelegenheit, da man hier die Möglichkeit erhält, sich mit Trainern aus dem Profibereich auszutauschen und von deren Sichtweisen zu lernen.

Nun werden wir mal eher grundsätzlich: Warum bist Du denn Trainer im Fußball geworden? Und wie lange bist Du mittlerweile im Trainergeschäft?
Der Fußball selbst beschäftigt mich schon seit meiner Kindheit. Nachdem ich viele Jahre im Jugend- und Aktivenbereich als Spieler tätig war, wollte ich vor etwa 20 Jahren die Perspektive wechseln und bin seitdem als Trainer eben im Jugend- wie Aktivenbereich unterwegs. Darüber hinaus habe ich ebenfalls als Stützpunkttrainer sowie DFB-Teamer andere Trainer geschult und mein Wissen an andere weitergegeben.
Denn Trainer zu sein bedeutet für mich, Menschen sportlich und persönlich weiterzuentwickeln. Eine Kombination aus fußballerischem Fachwissen, gepaart mit Führung und der täglichen Arbeit mit den Spielern auf dem Platz ist das, was mich seit jeher an diesem Sport reizt. Getreu dem alten Spruch „Fußball ist mehr als ein 1:0“ geht es mir mehr als um reine Ergebnisse – es geht mir um Struktur, Entwicklung sowie Teamgeist.

Welchen Art von Fußball lässt Du vorwiegend als Trainer spielen?
Mir ist ein aktiver, mutiger Fußball wichtig – mit klaren Abläufen, Intensität und Verantwortung jedes einzelnen Spielers. Gleichzeitig passe ich meine Idee immer an das vorhandene Spielermaterial an. Ordnung, klare Rollen und ein gutes Umschaltverhalten sind für mich entscheidend.

Welchen Stellenwert hat die Entwicklung junger Spieler für Dich?
Einen sehr hohen. Junge Spieler brauchen Vertrauen, klare Aufgaben und Geduld. Ich integriere sie Schritt für Schritt, fordere sie, überfordere sie aber nicht. Wichtig ist, dass sie Fehler machen dürfen und daraus lernen.

Was würdest Du als deine persönlichen Stärken sehen?
Meine Stärken liegen in einer klaren Struktur, transparenter und gleichzeitig klarer Kommunikation sowie dem Gespür für die Entwicklung von Spielern. Dabei reflektiere ich regelmäßig mein eigenes Tun und bilde mich – wie zuvor beschrieben – weiter, vor allem im taktischen und mentalen Bereich.

In einem schnellen letzten Satz: Auf was kommt des Deines Erachtens als Trainer an?
Man muss Menschen mögen!

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